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~ Super Smash Bros. Brawl ~

Was haben Link, Mario, und Solid Snake gemeinsam? Genau! Rein gar nichts. Aber mal abgesehen davon, treten sie alle auch noch im selben Spiel auf. In Super Smash Bros. Brawl.
Snake auch, ist das nicht nur ein weit verbreiteter Irrglaube? Nein, ist es nicht, auch er schließt sich den Computerspiel Helden an, die nun schon wieder zum dritten Mal in die Schlacht gegeneinander antreten. "Wieder", ist es etwa so wie Melee? Leider ja. Leider? Na ja, jein.
Super Smash Bros. Brawl ist nun der dritte Teil, der Super Smash Bros. Reihe, auch in ihm geht es nur um das eine, mit seinem Lieblingscharakter von Nintendo allen anderen einmal derbe die Seele aus dem Leib prügeln. Auch wenn die beiden Newcomer Snake und Sonic dafür sorgen, dass sich die Auswahl nicht ausschließlich auf Nintendo Charaktere bezieht.
Das Gameplay ist gewöhnlich einfach. Obwohl das Spiel eine 3D Grafik hat, spielt es sich wie ein 2D Kampfspiel mit Jump'n Run Elementen, und damit war’s auch eigentlich schon.
Aber Moment! Das spiel ist doch gut!
Natürlich geht das eigentliche Spielen über ein gewöhnliches Kampfspiel hinaus. Denn das Ziel ist es nicht, den Gegner so lange zu bearbeiten, bis er sich nicht mehr bewegt. Um den Sieg zu erringen, muss man den Gegner schon von der Stage werfen, und da beginnt die Sache, interessant zu werden. Fans des Vorgängers, Melee, werden sich hier sehr schnell heimisch fühlen, und das ist Segen und Fluch des Spiels. Denn alle Aspekte, das Kämpfen, das Sammeln von Trophäen, das Laufen durch Junp'n Run Level, all dies wurde verbessert, doch wirklich neu, ist in diesem Spiel nicht viel.
Der Storymodus
Unter dem Namen "Der Subraum Emissär", hat Brawl nun endlich eine Story in die Serie etabliert. Diese wird von vielen, schönen Cutscenes erzählt, welche fast vollständig ohne Worte auskommen. Lediglich ein "Come on", von Captain Falcon, oder ein "Kept ya waiting, huh?" von Snake hallen durch die Räume "Dieser Welt", die von den Smash Brothers bewohnt wird. Und genau diese Welt wird auf einmal von einer unbekannten Armee invasiert. Vom Überraschungsmoment geschlagen, müssen sich die Kämpfer vorerst zurück ziehen. Vorerst...
Die Level des Storymodus sind sehr umfangreich und schön, doch auch manchmal ein wenig unfair. Selbst im leichtesten Schwierigkeitsgrad ist der Frustfaktor in manchen Leveln sehr hoch, doch zwingt man sich selbst immer wieder weiter zu kommen, da man unbedingt wissen will, wie diese Geschichte endet. Der Autor der Story war übrigens auch an Final Fantasy 10 beteiligt, man kann also etwas tolles erwarten.
Gameplay
Ist nahezu Deckungsgleich mit dem von Melee. Es wurden nur einige Charaktere leicht verändert. So sind alle Kämpfer insgesamt schwerer geworden, auch änderten sich einige Attacken. Marths Schwertparade beispielsweise ist nun schneller, und daher einfacher durchzuführen.
Hier ist auch die klare Schwäche bei Brawl, passionierten Melee Spielern bietet der Kampf daher nichts neues, und es wird schnell langweilig, wenn man alleine spielt.
Kämpfer
Hier kann man Nintendo nur loben. Die meisten Klone, wie Dr. Mario oder Pichu, wurden entfernt. Manche wurden verändert, um nicht mehr so stark an ihren Ursprung zu erinnern, wie Ganondorf, und wieder einige, wurden so stark verändert, dass man sie gleich auch ersetzt hat. So wurde Roy durch Ike ersetzt, und Young Link machte Toon Link (aus The Wind Waker) Platz.
Natürlich gibt es noch einige Newcomer. So betreten nun Kirbys Rivalen, Meta Knight und König Nickerchen (hier: König Dedede wie im Englischen), die Arena. Auch gibt es innovative Kämpfer wie den Pokémon Trainer, der im Kampf zwischen Schiggy, Bisaknosp und Glurak wechseln kann, Olimar, der zusammen mit seinen Pikmin kämpft und Solid Snake, der mit Granaten um sich wirft und locker drei Raketenwerfer in seiner Hosentasche verstaut.
Die Charakte sind hier sogar noch besser balanciert als in Melee, und bieten nun extreme Chancengleichheit, die nur durch eine schlaue Stagewahl wieder Futsch geht, da einige halt eher auf großen Stages zurecht kommen, und die anderen stetigen Körperkontakt zum Kontrahenten brauchen.
Grafik
Wunderschön. Wirklich, es sieht klasse aus. Die Charaktere sind nun viel detaillierter, auch die Bewegungen sind flüssiger. Besonders Schiek macht eine gute Figur, wenn er sich wieder auf eine Plattform rettet.
Leider ist man meistens mit der Kamera viel zu weit weg vom Geschehen, um die Modelle zu bewundern.
Zum Glück kann man nun bei jeder Pausierung die gegebene Situation fotografieren.
Musik
Was man in Twilight Princess verschmerzen musste, wird hier nachgereicht. Die Musik ist einfach nur grandios, und liefert einen orchestralen Soundtrack, nicht nur von aktuellen Stücken, sondern auch von alten. So kommt es, dass man selbst die alten Tetris Stücke kaum wieder erkennt. Auch müssen sich nun Trophäen den Fokus mit den Musikstücken teilen, diese spielt man nämlich nach und nach frei, indem man bestimmte Aufgaben erledigt oder sie im Storymodus findet. Manchmal tauchen sogar welche mitten im Kampf auf einer Stage auf, bleiben nur nicht besonders lange, wodurch es selbst da schwer wird, sie zu finden.
Und? Wie ist es nun?
Wie gesagt, Segen und Fluch von Brawl ist, dass es Melee so ähnlich ist. Es ist definitiv ein viel besseres Melee, und wenn man nach einiger Zeit Brawl gewöhnt ist, wird einem Melee hässlich und huckelig vorkommen. Der Storymodus ist schön, und mit dem Leveleditor (der nebenbei gesagt eigentlich viel besser hätte sein können) kann man mit etwas Fantasie und Kreativität auch einige schöne Stages basteln. Doch wer Melee nur zuhause in irgendeiner Ecke rumliegen hat, und nur zweimal im Jahr rausholt, wenn der nervige Cousin zu Besuch kommt und unterhalten werden will, wird an Brawl auch nicht viel mehr Spaß haben. Dies gilt natürlich auch für die, die Melee nicht mögen.
Für Fans ist Brawl aber natürlich ein Muss-Kauf, es perfektioniert SMB weitestgehend, und man wird hier vieles finden, was man bei Melee vielleicht noch vermisst hat.
Und diejenigen, die keinen SMB Titel zu Hause haben, sollten sich Brawl sowieso kaufen.
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